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Astrid und Marcus Ciesielski gewannen den 55. Hessensternflug von Allendorf (Eder) nach Trendelburg/Bad Karlshafen
 

„Rund um Kassel“ hieß es Anfang Juni beim 55. Hessensternflug. Der Ausrichter der Rallye, HLB-Motorflugreferent Karl-Heinz "Kalle" Bender (der zugleich Vereinsvorsitzender des Luftsportvereins Ederbergland ist) hatte den Kurs des Traditionswettbewerbs von seinem „Heimatflugplatz“ Allendorf (Eder) aus abgesteckt. Von dort aus ging es über Frankenberg und die Westspitze des Edersees, bevor der Kurs nach Osten in Richtung Kassel führte. Die Nordhessen-Metropole wurde südlich und östlich umflogen. Der östlichste Punkt der Strecke lag in der Nähe von Friedland, Göttingen lag dann rechts des Kurses, bevor die Hessensternflieger auf dem letzten Teil nach Westen in Richtung des Zielflugplatzes „Hölleberg“ geschickt wurden.

„Bei wechselndem und böigem Wind war es nicht immer einfach, den Kurs zu halten,“ so Teilnehmer Peter Denzler nach der Rallye. „Auch die Ziellandungen auf dem ‚Flugzeugträger’ Hölleberg waren wegen starker Winde auch nicht einfach, aber machbar.“ Das merkten die Hessensternflugteilnehmer gerade beim Anflug und den Ziellandungen auf den nördlichsten Flugplatz Hessens, der in der Gemeinde Trendelburg liegt.

Der kleine aber feine Verein dort hat auf einem Kalksteinrücken in den vergangenen 50 Jahren einen vorbildlichen Sonderlandeplatz ausgebaut, um den herum es ein Naturschutzgebiet gibt. Nach der Landungen und einer Stärkung im Vereinsheim bekamen die Hessensternflieger dieses von Vereinsmitglied Walter Delling gezeigt.

Erstmals konnten die Teilnehmer eines Hessensternfluges die Auswertung, die wieder in den bewährten Händen von Thomas Weise lag, „live“ mitverfolgen: Auf einem Bildschirm im Vereinsheim wurde die Punktezahl für jede einzelne Besatzung für jeden Wettbewerbsteil unmittelbar während des Debriefings, dem Auslesen der Logger und der Auswertung der zu suchenden Bilder angezeigt. Das minderte zwar die Spannung über die Platzierung, machte den Auswertungsprozess aber transparenter.

So war diesmal schon lange vor der Siegerehrung klar, wer den 55. Hessensternflug gewonnen hatte: Erstmals war es das Ehepaar Marcus und Astrid Ciesielski (LSG Breitscheid), das schon seit zehn Jahren beim Hessensternflug mitmacht, aber erst jetzt die höchste Stufe des Siegertreppchens erklimmen konnte, obwohl sie schon Deutschlandflug und Deutsche Meisterschaften gewonnen hatten. Sie bekamen nur 46 Fehlerpunkte. Auf Platz 2 kamen diesmal Helmut Bäder und Gerhard Spreng (FSG Elz) mit 80 Fehlerpunkten, gefolgt von Arnold Grubek und seinem Sohn Kilian (Hanseatischer Fliegerclub), die nur zwei Punkte mehr bekamen.

Aus klang der 55. Hessensternflug in Bad Karlshafen, der nördlichsten Stadt Hessens. HLB-Präsident Gerd Hollstein ließ es sich nicht nehmen, die Siegerehrung selbst vorzunehmen und unter anderem den Ehrenpreis des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, dem Schirmherr auch des diesjährigen Hessensternfluges, zu überreichen.

Wer wollte, konnte am Sonntag nach dem Wettbewerb noch die sehenswerte Hugenottenstadt Bad Karlshafen besichtigen oder zum Hessentag im nahen Hofgeismar aufbrechen. Bereits zum dritten Mal in Folge führt der Hessensternflug in die Nähe der jeweiligen Hessentagsstadt. Motorflugreferent "Kalle" Bender hatte damit eine alte Tradition aus der Frühzeit des Wettbewerbs wieder aufgenommen. In den 60er und 70er Jahren gab es bereits eine enge Verbindung zwischen dem HessenTAG und dem HessenSTERNFLUG. Mal sehen, wohin der 56. Hessensternflug 2016 führt? (wb)

55. Hessensternflug